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Dienstag, 24.06.2003 / Chinareise.com
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat am Dienstag (24.06.2003) ihre Reisewarnung für Peking aufgehoben. Zugleich wurde die chinesische Hauptstadt von der Liste der Sars-Infektionsgebiete gestrichen. "Der heutige Tag ist ein Meilenstein bei der Bekämpfung von Sars, nicht nur in China, sondern in der Welt", sagte der Direktor der WHO für die West-Pazifik-Region, Shigeru Omi, auf eine Pressekonferenz in Peking.
Bereits gestern (Montag, 23.06.03) hat die WHO die chinesische Sonderverwaltungszone Hongkong von der Liste der SARS-Infektionsgebiete genommen. Zuvor waren 20 Tage lang offiziell keine neuen Sars-Fälle mehr aufgetreten. Diese Frist entspricht der doppelten Inkubationszeit von Sars. Das ganze Festland Chinas ist damit kein SARS-Infektionsgebiet mehr. Landesweit standen nach offiziellen Angaben nur noch 23 Kranke unter Beobachtung. Die Kette der Übertragungen in China ist offenbar abgerissen. Auf der WHO-Liste für Infektionsgebiete stehen nur noch Toronto und Taiwan. Wirkstoff gegen SARS entdeckt Virusforscher der Universitätsklinik Frankfurt am Main haben einen Wirkstoff gegen die Lungenkrankheit Sars entdeckt, der womöglich besser als bisherige Mittel helfen könnte. Das berichtet die britische Fachzeitschrift "The Lancet" in ihrer jüngsten Ausgabe. Bei der Substanz handelt es sich dem Forscherteam zufolge um Glycyrrhizin. Glycyrrhizin wird aus der Süßholzwurzel gewonnen - jener Pflanze, aus der auch Lakritz hergestellt wird. Glycyrrhizin sei im Einsatz gegen HIV-1 und Hepatitis C-Viren bereits erfolgreich eingesetzt worden und könnte auch gegen das Sars-Virus helfen. "Es ist noch keine abschließende Antwort, wir arbeiten weiter an einem Gegenmittel", sagte der Frankfurter Professor Prakash Chandra. "The Lancet" zufolge wird bislang am häufigsten das Mittel Ribavirin gegen die Sars-Infektion eingesetzt, obwohl es noch kein tatsächlich wirksames Mittel gegen das Coronavirus gebe. Als problematisch bei Ribavirin bezeichnete Chandra auch die hohe Giftwirkung. "Bei einer so plötzlich auftretenden unbekannten Krankheit kann man nicht lange Experimente durchführen, sondern muss irgendetwas nehmen, was bei anderen Erkrankungen geholfen hat", verteidigte Chandra jedoch den Einsatz von Ribavirin. Glycyrrhizin hingegen habe trotz hoher Konzentration kaum Nebenwirkungen, sei langzeiterprobt, billig und nicht toxisch.
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