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Freitag, 23.05.2003 / Chinareise.com
Im Kampf gegen Sars hat China am Freitag zwei Erfolge gemeldet. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hob die Reisewarnungen für die chinesische Sonderzone Hongkong sowie die Provinz Guangdong auf. Gleichzeitig erklärten Forscher in Hongkong, sie hätten die Sars-Epidemie zur Zibetkatze zurückverfolgt. Hongkong und Guangdong verzeichnen seit Tagen weniger als fünf bzw. keine Neuansteckungen. Auch Peking, die am schlimmsten betroffene Stadt, meldet immer weniger SARS-Fälle.
Am 23.05.2003 wurden in China 23 neue SARS-Fälle gemeldet, 15 davon in Peking. In Hongkong wurden 2 Patienten neu mit Sars infiziert. Seit Tagen verzeichnen die Provinze Hebei, Shanxi, Innere Mongolei weniger als fünf neue SARS-Fälle. WHO-Generaldirektorin Gro Harlem Brundtland sagte, die Sars-Ausbrüche in Hongkong und Guangdong (Kanton) seien unter Kontrolle. In der südchinesischen Provinz waren zuletzt weniger als fünf Neuinfektionen pro Tag gemeldet worden, die Zahl der Erkrankten fiel auf weniger als 60. Es gebe auch keine Hinweise darauf, dass das Virus kürzlich aus Hongkong oder Guangdong in andere Länder verschleppt worden sei, erklärte die WHO. Sie warnte jedoch davor, die strengen Kontrollen an den Flughäfen zu lockern. Die Reisewarnungen für Peking und die chinesischen Regionen Hebei, Shanxi und Tianjin sowie für die Innere Mongolei und Taiwan blieben bestehen. Forscher der Universität Hongkong forderten, Zibetkatzen, die in China als Delikatesse gelten, sollten nur unter strenger Beobachtung der Behörden aufgezogen, geschlachtet und verkauft werden. Sie erklärten, sie hätten das Coronavirus, das das Schwere Akute Atemwegssyndrom auslöse, in einer Zibetkatze isoliert. Es zeige einige genetische Veränderungen, deren Ausmass vorerst nicht bekannt sei. Der Mikrobiologe Yuen Kwok Yung sagte vor Journalisten, es sei unwahrscheinlich, dass sich ein Mensch beim Verzehr von Katzenfleisch mit Sars anstecke. Er könne sich jedoch bei der Aufzucht oder Schlachtung infizieren. Forscher weltweit hatten bislang erklärt, das Sars-Virus habe seinen Ursprung wahrscheinlich in einem Tier. Wie die Zeitung «China Daily» berichtete, sollen die Aufnahmeprüfungen für die chinesischen Universitäten am 7. und 8. Juni angesichts der rückläufigen Neuinfektionen stattfinden. Allerdings müssen sich im kommenden Monat alle Studenten vor ihren Prüfungen medizinischen Tests unterziehen. | |
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